Erfahrungsbericht: Sprachreise nach Valencia

Ihre Semesterferien hat Mandy S. im letzten Sommer für eine mehrwöchige Sprachreise nach Spanien genutzt. Das Ziel: die faszinierende Kulturmetropole Valencia. In ihrem Erfahrungsbericht teilt sie ihre Eindrücke rund um ihre Reise – vom Sprachkurs über die Unterbringung bei einer spanischen Gastfamilie bis zu den vielseitigen Freizeitaktivitäten:

Die Semesterferien in diesem Sommer sollten von ganz besonderer und unvergesslicher Art werden. Kurz nach meiner letzten Prüfung ging es für mich am 26.07.2015 nach Valencia, wo ich die nächsten 5 Wochen verbringen und Land, Leute sowie die spanische Sprache zu Studienzwecken besser kennen lernen wollte. Also hatte ich einen Sprachkurs gebucht. Am Anfang war ich sehr aufgeregt, die Reise war lang, da es leider keine Direktflüge gab, aber als ich in der Gastfamilie ankam und sehr herzlich empfangen wurde, verging das komische Gefühl im Magen schnell. Schon am Abend erkundete ich auf eigene Faust ein wenig die Stadt, ging spontan zum Stierkampf und fühlte mich bei allem sehr wohl und direkt „angekommen“.
Auch der erste Tag in der Schule wirkte sich positiv auf meine Empfindungen aus. Die Organisatoren und Lehrer vor Ort begrüßten uns sehr herzlich und erklärten alle notwendigen Dinge, um gut in Valencia leben zu können. Der Unterricht wurde locker gestaltet, der Fokus lag auf der Sprachpraxis, dennoch wurde die Grammatik gut vermittelt, so dass unser Kurs erfolgreich auf C1 aufsteigen konnte. Eine wesentliche Sache, die ich gelernt habe, ist, einfach loszusprechen, denn irgendwie wird man sich schon spontan ausdrücken können. Und ich finde genau das macht es aus, eine Sprache zu sprechen und zu leben!

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Von Beginn an habe ich sehr viele nette Leute aus ganz unterschiedlichen Ländern kennen gelernt. Da alle im selben Boot saßen, knüpfte man sehr schnell Kontakte und unternahm mit den neu gewonnenen Freunden auch außerhalb des Unterrichts spannende Dinge. Neben vielen sonnigen Stunden am Strand habe ich zum Beispiel mit Freunden das Oceanográfico, das Museo de las Ciencias, verschiedene Parks, weitere Museen oder den Naturpark Albufera besucht.  Natürlich haben wir auch das spanische Nachtleben genossen und uns einfach als Teil dieser Mentalität fühlen können. Von der Schule aus gab es ebenfalls sehr viele tolle Freizeitangebote, die dazu beigetragen haben, dass man die spanische Kultur und die Gegend um Valencia besser kennen lernen konnte. So habe ich beispielsweise an Ausflügen nach Calpe und Altea, Chelva oder Peñíscola teilgenommen. Den Höhepunkt stellte wohl die Exkursion in die Hauptstadt Madrid dar, die mit sehr viel Stress, aber dafür umso schöneren Momenten und Erlebnissen verbunden war. Natürlich gab es auch kleinere Unternehmungen wie Touren durch die Stadt unter verschiedenen Mottos oder einen gemeinsamen Barbecue-Abend. All diese Veranstaltungen haben immer auch dazu beigetragen, dass man mehr und mehr mit ganz vielen verschiedenen Menschen unterschiedlicher Herkunftsländer sowie Altersklassen ins Gespräch kam, so auch sehr viel über andere Länder und Sitten gelernt hat und stets die spanische Sprache praktiziert hat.
Da ich ein kleiner „Kultur-Junkie“ bin, konnte ich von all dem, was die Schule an Freizeitaktivitäten geboten hat, immer noch nicht genug bekommen und habe auch auf eigene Kappe Ausflüge gemacht, die mich u.a. nach Sagunto oder Xátiva geführt haben.

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Ich habe innerhalb dieser 5 Wochen wirklich unbeschreiblich viel gesehen und gelernt, war oft erschöpft, aber stets zufrieden, weil ich das Gefühl hatte, der Aufwand hätte sich gelohnt. An die Hitze (stellenweise über 40 Grad) konnte ich mich nach anfänglichen schlaflosen Nächten doch noch gewöhnen, aber die Thematik um das Essen hat mir etwas Sorgen bereitet, da ich überhaupt kein Fan von Fischgerichten bin. Aber ich habe es überlebt und umso größer war die Freude, nach Hause zu kommen und von Mami einen schönen Teller Nudeln gekocht zu bekommen.
Diese Reise stellte für mich ein großes Abenteuer dar, ich bin sehr froh, dass ich das erleben durfte und so viel lernen konnte. Es wird auf jeden Fall nicht meine letzte Sprachreise gewesen sein. Spanien wird für mich wohl immer ein Land bleiben, in dem ich mich sofort zu Hause fühle, wenn ich meine Beine auf den Boden setze und Valencia ist ein wunderschöner Teil dieses Landes. Dennoch habe ich auch gemerkt, dass kein noch so schöner Ort der Welt das echte Zu Hause mit Familie und Freunden ersetzen kann, aber so eine Auslandserfahrung, wenn auch verhältnismäßig kurz, prägt schon und ich zehre noch jetzt von den vielen schönen Erlebnissen. Ich kann so eine Reise nur empfehlen!


Vielen Dank für das Feedback, Mandy!

2 Gedanken zu „Erfahrungsbericht: Sprachreise nach Valencia

  1. Hallo 🙂

    Magst du mir verraten, mit welcher Organisiarion du die Sprachreise gebucht hast?

    Danke und liebe Grüße
    Maria Jensen

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