Erfahrungsbericht: Sprachreise nach Torquay

Für 2 Wochen hat Olivia S. im letzten Sommer an unserer Partnerschule in Torquay Englisch gelernt. In ihrem Beitrag beleuchtet sie ihre Sprachreise von verschiedenen Seiten und veranschaulicht sie anhand zahlreicher Bilder: 

Um meine Englischkenntnisse zu verbessern habe ich mich für eine Sprachreise nach Südengland entschieden. Torquay habe ich gewählt, weil es am Meer liegt, nicht allzu viele Einwohner hat und in der Nähe von Cornwall ist. Wer Rosamunde Pilcher-Verfilmungen mag, wird Torquay und speziell Cornwall lieben!

Ich bin von Hamburg nach London-Heathrow geflogen und habe dann den Bus (National Express) nach Torquay genommen. Die Fahrtzeit betrug etwa 5 Stunden. Wer schneller ankommen möchte, kann auch direkt von Deutschland nach Exeter fliegen. Ich habe meine Bustickets einzeln über das Internetportal gekauft, da ich im Vorfeld noch nicht wusste, wann ich zurück fahren werde (ich war anschließend noch ein paar Tage in London). Insgesamt habe ich für die Flüge mit Germanwings etwa 250 € und für die Busfahrten etwa 50 € ausgegeben.


TIS – Torquay International School

Die Sprachschule ist eher klein und familiär ausgerichtet. Ich habe mich von der ersten Minute an sehr wohl gefühlt. Jeden Montag starten alle neuen Schüler, welche dann als erstes gemeinsam einen Englischtest absolvieren. Anschließend wird man in ein Level eingestuft und einer bereits bestehenden Klasse zugeordnet. Jede Klasse hat nicht mehr als 12 Schüler, was das Lernen wirklich angenehm macht. Der Lehrer wird geduzt und steht jederzeit für Fragen zur Verfügung. Weiterhin gibt es eine kleine „Kantine“, wo man täglich super lecker für 5 Pfund (vegetarisch) bzw. 6 Pfund (mit Fleisch) essen kann – absolut empfehlenswert und täglich frisch. Ein kurzer Schwatz mit der freundlichen Köchin inklusive J. Übrigens: wer eine kleine leere Wasserflasche mitbringt, kann diese täglich kostenlos am Wasserspender auffüllen.

Ich selbst war zwei Wochen in Torquay, wäre jedoch gerne etwas länger geblieben. Die erste Woche war sprachtechnisch noch etwas holprig, ab der zweiten Woche konnte ich mich dann jedoch halbwegs fließend unterhalten. Bereits am ersten Tag habe ich mehrere Leute kennen gelernt, mit denen ich noch heute, 3 Monate später, im Kontakt stehe. Wenn man das möchte, kann man wirklich sehr gute Freunde finden.

Die Schule organisiert diverse Ausflüge, wo man sich bei Interesse in eine Liste eintragen kann. Ich selbst habe folgende Ausflüge mitgemacht:

  • Pub-Night
  • Ausflüge nach Totnes, Plymouth und Shaldon
  • Spaziergang nach Cockington, Ziel: Kaffee im Rose Cottage
  • Wandern in Dartmoor mit Nick Wotton – er macht diese Touren seit 20 Jahren, ist dort aufgewachsen und erzählt viel über seine spannende Heimat. Dazu hat er für alle Gäste auch noch das passende Schuhwerk dabei 🙂 Zum Abschluss des Tages haben wir ausgepowert noch einen gemeinsamen Kaffee in Lustleight getrunken (der schönste kleine Ort in dem ich je war!)
  • Wandern in Cornwall (von Boscastle nach Tintagel)

Jedes der Ausflüge hat mir Einblicke in die britische Kultur ermöglicht und war auf seine Art ein unvergessliches Erlebnis.


Leben in einer Gastfamilie

Um meine Sprachkenntnisse schnell voran zu bringen, habe ich mich bewusst für eine Gastfamilie entschieden. Meine Gastmutter hat mich am Busbahnhof abgeholt und mich sofort ins Herz geschlossen. Sie hatte bereits gekocht und dazu haben wir ein Glas Wein getrunken. Anschließend hat sie mir noch im Dunkeln die Stadt gezeigt um mir einen ersten Eindruck von Torquay zu vermitteln. Jeden Abend hat sie frisch und lecker gekocht, ist dabei auf meine Bedürfnisse eingegangen und hat gaaanz viel mit mir geredet & gelacht. Auch mit ihr stehe ich noch heute im regelmäßigen Kontakt und wir hoffen das wir uns eines Tages wieder sehen werden. Sie war wirklich eine fantastische Gastmutter und der herzlichste Mensch den ich je kennen lernen durfte 🙂


Torquay

An einen sonnigen Tag habe ich mir, mit meiner Kamera ausgerüstet, die Stadt angesehen. Dabei bin ich erst durch die Stadt und danach am Meer entlang gewandert – Torquay ist für mich ein wirklich wundervoller Ort!

Mit Freunden von der Schule habe ich einen Spaziergang an den Babbacombe Beach gemacht – hier kommt wirklich Urlaubsfeeling auf! Auf dem zweiten Bild (s.u.) ist ein Haus den Hang hinunter gerutscht. In den nächsten Jahren werden weitere Häuser abrutschen – ein wirklich einmaliger Anblick.

In den zwei Wochen ist mir besonders die Freundlichkeit der Menschen aufgefallen. Man wird auf der Straße angelächelt und wenn man orientierungslos mit seiner Karte auf der Straße steht, kommt auch direkt Hilfe. Ich reise recht viel, aber ich habe noch nie so ein freundliches Volk kennen lernen dürfen.

 Um Vorurteile abzubauen, habe ich auch ein paar typisch englische Köstlichkeiten getestet:

  • Fish & Chips von Hanbury’s (sollen die Besten sein): Ziemlich ungesund und nicht für den täglichen Verzehr geeignet, aber dennoch wirklich lecker.
  • Cornish Pastry: Sehr speziell, aber durchaus essbar (die Besten soll es in Cornwall geben und daher habe ich sie in Tintagel probiert).
  • Scone with jam and clotted cream: Sehr reichhaltig, aber super lecker!! Empfehlenswert im “Angels” am Babbacombe Beach (s.u. Bild 5) und “Rose Cottage” in Cockington (s.u. Bild 6). Die Engländer streiten oft darüber, ob erst die Cream und dann die Marmelade oder umgekehrt – ich kann meine Variante auf Bild 5 empfehlen 😉
  • Schwarzer Tee mit Milch: Am Anfang etwas komisch Milch in den Tee zu geben, aber danach gehörte dieser Tee zum täglichen Verzehr (gibt’s am Schulkaffeeautomaten für 0,75 Pfund zu kaufen).

Mein Fazit zum Essen: Ich habe nicht das typische English Breakfast getestet, weil ich es einfach nicht mag. Ansonsten habe ich versucht alles zu testen, habe zwei Wochen wirklich super lecker gegessen und es war nichts dabei was ich nicht mochte. Leider kam ich wider Erwarten „schwerer“ zurück 😉

Mein Fazit zur Reise: Jedem würde ich diese Reise weiter empfehlen! Es war meine erste Reise allein, aber tatsächlich war ich nie allein. Ich durfte tolle Menschen kennen lernen und konnte meinen Erfahrungsschatz enorm erweitern. Alles in allem einfach perfekt! 🙂


Vielen Dank für das Feedback, Olivia!

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