Erfahrungsbericht: Sprachreise nach Salamanca

Nach Salamanca reiste Kerstin G. im August um dort an unserer Partnerschule 3 Wochen lang einen Spanisch Sprachkurs zu besuchen. Über die Erfahrungen, die  sie dabei gemacht hat, berichtet sie im folgenden Beitrag:

Ja, was soll ich sagen, am Anfang war ich schon relativ unsicher, als ich meinen Sprachkurs gebucht habe. Wie sollte ich drei Wochen in Spanien überleben, ohne großartig ein Wort Spanisch zu sprechen, denn Spanisch hatte ich davor bisher nur in zwei zweiwöchigen Sprachkursen in den beiden Sommern zuvor gelernt, aber seitdem doch schon wieder vieles vergessen. So war die Aufregung doch schon sehr groß, als ich dann am 03.08. nach Madrid geflogen bin. Vom Flughafen in Madrid aus, ging es dann weiter mit dem Bus Richtung Salamanca. Dort war es sehr hilfreich, dass die Sprachschule einen Abholservice organisiert hatte. Dieser hat mich dann von der Busstation in Salamanca aus zu meiner Gastfamilie gefahren und auch die erste Verständigung mit meiner Gastfamilie übernommen.

Für mich war es am Anfang sehr schwer mich mit meinen Gasteltern, einem älteren, sehr netten spanischen Ehepaar zu unterhalten, denn leider haben die beiden kein Englisch gesprochen. Der erste Tag in der Sprachschule begann mit dem Einstufungstest. Danach wurden wir dann in die Klassen eingeteilt. Da ich den Superintensiv-Kurs gebucht hatte, hatte ich insgesamt immer drei Kurse a 2 Stunden pro Tag: Gramática, Lectura und Cultura. In Gramática und in Lectura waren wir zunächst zu zweit im Kurs. Die Stunden in Cultura hatte ich als Einzelstunden, da es keine anderen Schüler auf dieser Niveaustufe gab, der auch den Superintensivkurs gebucht hatte. Die ersten Tage war der Spanischkurs noch relativ schwer, da man doch erstmal irgendwie in Salamanca noch ankommen musste. Es wurde aber mit jedem Tag sehr schnell besser und die Stunden haben von Tag zu Tag mehr Spaß gemacht.

Abends wurde dann von der Schule aus immer eine Aktivität für uns Schüler angeboten, z. B. ein Museumsbesuch, eine Stadtführung, die Besichtigung eines Klosters, ein spanischer Film oder zusammen Tapas essen gehen. Die Aktivitäten waren eine sehr gute Möglichkeit, um auch die anderen Schüler, der anderen Klasse kennenzulernen. Ja, aber ich muss sagen, auch sonst gibt es abends in Salamanca jede Menge Unterhaltung. Viele Restaurants und Tapas-Bars mit leckerem Essen, Kino und noch vieles mehr. Das Highlight ist aber einfach auch Salamanca bei Nacht zu erleben, denn die Stadt wird nachts komplett erleuchtet, so dass auch bspw. abends einfach ein Spaziergang sehr schön ist. Dabei muss man aber auf jeden Fall auch den Plaza Mayor, den Hauptplatz in Salamanca nachts genießen.

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Mit dem Spanisch lernen habe ich sehr schnell Fortschritte gemacht und mich sehr bald auch endlich getraut Spanisch zu sprechen. Dabei war unter anderem besonders hilfreich, dass wir in der Schule so kleine Klassengrößen hatten. Besonders der Unterricht in Lectura und Cultura hat sehr viel Spaß gemacht und war besonders in den ersten zwei Wochen sehr abwechslungsreich. Fest in den Stundenplan eingeplant waren auch Ausflüge in die Stadt, zu den Sehenswürdigkeiten oder auch in die Markthalle, wo wir dann direkt vor Ort die neuen Vokabeln lernen konnten.

Gut und schnell hat die Schule auch reagiert, als wir zu Beginn der zweiten Woche festgestellt haben, dass wir in den Kursen Gramática und Lectura einfach ein unterschiedliches Lerntempo hatten. Dann wurde für die Lectura-Stunden direkt noch ein zusätzlicher Lehrer eingestellt. Somit hatten wir dann die Stunden in Gramática noch zu zweit, aber ab dann hatte ich auch in Lectura Einzelstunden. Auch sehr gut war, dass wir uns so weit wie möglich auch aussuchen durften, wann wir die Stunden nehmen wollten. Für Gramática und Lectura gab es feste Zeiten, aber bei den Cultura Stunden durfte ich bspw aussuchen, ob ich die Stunden direkt im Anschluss an die Lectura Stunden haben wollte oder erst später am Nachmittag. Gleiches galt auch für die fünf Einzelstunden, die ich im Laufe der zweiten Woche noch zusätzlich hatte.

Am Wochenende wurden auch Ausflüge angeboten, die über die Schule gebucht werden konnten. So waren wir an einem Wochenende in der Sierra der Francia. Einer wunderschönen Gegend mit vielen kleinen Bergdörfern nicht weit von Salamanca. Auf der anderen Seite habe ich aber in Cultura gerade in den ersten beiden Wochen auch sehr viele Tipps zu Sehenswürdigkeiten bekommen, wenn ich bspw. erzählt habe, dass ich auf eigene Faust eine Stadt am Wochenende besuchen möchte. So war ich einen Tag in Segovia. Einen Ausflug, den ich auch nur jedem empfehlen kann. Ja, oder ich habe einen Stadtplan für Madrid bekommen (den ich natürlich zuhause in Deutschland vergessen hatte) und wir haben alle wichtigen Sehenswürdigkeiten besprochen. Dieses war sehr hilfreich, denn ich habe das letzte Wochenende vor meiner Abreise nach Deutschland in Madrid verbracht. Dabei wäre es glaube ich besser gewesen, wenn ich das erste Wochenende in Madrid verbracht hätte, denn so ganz gut konnte ich Madrid dann an dem letzten Wochenende nicht mehr genießen, weil ich immer noch viel zu beeindruckt von Salamanca war.

Insgesamt kann ich nur jedem einen Sprachaufenthalt in Salamanca sehr empfehlen!!! Auch ich bin jetzt durch die drei Wochen dort sehr motiviert auch weiter Spanisch zu lernen und werde im kommenden Semester einen Spanischkurs an der Uni belegen und im November die DELE-Prüfung machen.


Vielen Dank für das Feeback, Kerstin!


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